Haartransplantation

Die Haartransplantation ist heutzutage eine Methode die auf dem Vormarsch ist. Der Haarverlust (Haarausfall) hat viele Männer und Frauen seit der Antike verwirrt und ist immer noch eine Quelle psychischer Probleme, vor allem in der heutigen anspruchsvollen Zeit. Die Haarimplantation ist heute der häufigste ästhetische Eingriff bei Männern in der westlichen Welt. Dieser Sektor entwickelt sich täglich rasant, mit spektakulären und natürlichen Ergebnissen. Nach Angaben der ISHRS (International Society of Hair Restoration Surgery), steigt die Anzahl der Haartransplantationen die jährlich weltweit durchgeführt werden, bei etwa 18-20% pro Jahr, wobei die höchsten Wachstumsraten in den asiatischen Ländern (China, Indien) und in den Mittleren Osten registriert werden. Parallel steigen ständig auch die Fälle der Haartransplantation der Augenbrauen oder der Gesichtsbehaarung.In den letzten Jahren hat der Ausbau der modernen Haartransplantationsmethode FUE, die die Wiederherstellung der Haare, ohne bleibende Spuren oder Narben in der Donor-Region ermöglicht, wie bei der FUT oder Streifentechnik, in Verbindung mit dem natürlichen Ergebnis zur großen Popularität der Haartransplantation geführt und dem Niedergang der älteren, nicht-medizinisch technische Abdeckung der Kopfhaut, wie Additive oder Perücken eingeschränkt.

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Außer den konservativen Therapien, kann der Haarausfall chirurgisch mittels der Haartransplantation bekämpft werden. Das ist für diejenigen, die das Fortschreiten des Haarausfalls verhindern möchten und eine endgültige Lösung für ihr Problem erzielen wollen. Optimal ist es, wenn die Wiederherstellung der Haare gleichzeitig medikamentös gegen den Haarausfall behandelt wird, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen und das Wachstum der neuen Haaren und der bestehende zu kombinieren.
Moderne therapeutische Behandlungen, wie die Nutzung von PRP (Platelet Rich Plasma), haben zum besseren Umgang mit dem Phänomen des Haarausfalls beigetragen. Die medizinische Forschung schreitet währenddessen weiter voran, damit in der Zukunft die Nutzung der Blastozyten (stem cells) gegen den Haarausfall oder die Klonierung der Haare im Labor (hair duplication, hair cloning) möglich ist.
Darüber hinaus sind auf dem Gebiet der Haartransplantation, außer dem Vormarsch der neuen Technik FUE (Follicular Unit Extraction) oder der technische Export einzelner Haarfollikel, einige sehr interessante technische Entwicklungen wie beispielsweise die Roboter-Haartransplantation (robotic hair transplantation) erschienen. Und obwohl diese nicht in einem ausreichenden Grad perfektioniert wurden, sind sie vielversprechend wenn sie sich weiterentwickeln.

Die Geschichte der Haartransplantation

Der Haarverlust hat immer die Menschen beschäftigt, verwundert und sie suchten Wege der Wiederherstellung. Die Transplantation mit der Nutzung eigener Haare war damals etwas außergewöhnlich.
Der erste Beweis der Bekämpfung von Haarausfall geht etwa 1550 v. C. zurück.
In den Ebers Papyren von Alt-Ägypten befinden sich schriftliche Berichte über die Therapie des Haarausfalls. Sogar in der Bibel gibt es Berichte über den Haarausfall und die Wichtigkeit der Haare für Männer. Die Geschichte von Samson und Dalida, wo die Kraft des Mannes mit den Haaren vereinbar ist, ist mehr als bekannt. Ein Bericht gibt es im Buch von Vasileios der Zweite an den Prophet Elisseo, der kahlköpfig war. Später im Alten Griechenland, etwa 400 v. C., wo der Vater der modernen Medizin Hippokrates erstmalig beschreibt, das Eunuchen die vor der Pubertät entmannt werden, keine androgenetische Alopezie zeigen. Somit untermauert er die These, dass die Wirkung der männlichen Hormone nach der Pubertät mit der Entwicklung der Glatze zusammenhängen. Zeitgleich empfiehlt er Therapieoptionen mit Kräutern aus der Zeit.
Im Alten Rom wird berichtet, dass Julius Cäsar ägyptische Rezepte gegen den Haarausfall gebrauchte. Im Mittelalter, beim Versuch den Haarverlust zu reduzieren, wurde als Pharmazeutikum der Kuhspeichel genutzt, eine Hypothese die bis in den heutigen Tagen anhält. Später im 17. bis 18. Jahrhundert, besonders in Europa, haben sich die Toupets und Perücken als Abdeckung der Glatze in den höheren gesellschaftlichen Klassen durchgesetzt.
Die erste erfolgreiche Haartransplantation findet 1822 in Würzburg durch den deutschen Arzt Dr. Dieffenbach statt.
Die moderne Epoche der Haartransplantation beginnt 1939 in Japan mit dem Dermatologen Dr. Okuda, der die Einpflanzung von Haaren mit Hauttransplantaten durchführte und die Ergebnisse von 200 Patienten in einer japanischen medizinischen Zeitschrift veröffentlichte. Aufgrund jedoch der Schwierigkeiten beim Verständnis der japanischen Sprache und den in der Zwischenzeit stattfindenden Zweiten Weltkrieg, blieb die Arbeit von Dr. Okuda für über 20 Jahren unbekannt.

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Die Etablierung der chirurgischen Wiederherstellung der behaarten Kopfhaut als Therapie der androgenetischen Alopezie erfolgte durch Dr. Norman Orentreich gegen 1960 in Amerika. Er untersuchte die Region wo die Extraktion und Einpflanzung von Haarfollikeln sich eignet und bewies, dass wenn die Haare von der okzipitalen Region entnommen werden, diese nicht nach dessen Transplantation abgestoßen werden. Somit etablierte er das erste Mal Definitionen wie „Entnahmestelle“ und „Empfängerstelle“ der behaarten Kopfhaut.

ÄLTERE UND NEUERE VERFAHREN DER HAARTRANSPLANTATION

Die ersten Haartransplantationen die 1960 begannen, hielten 40 Jahre lang und wurden durch ihren besonders invasiven, schmerzhaften und blutigen Charakter und den ästhetisch schwachen Ergebnissen geprägt.Als erste nutzten die plastischen Chirurgen den Transfer gefäßreicher Hautlappen der behaarten Kopfhaut (flap surgery) für die Deckung defizitärer Haut oder kahlköpfigen Regionen. Während dieser Operationen wurde ein Teil der kahlköpfigen Region gestreckt und durch Hautlappen aus der benachbarten behaarten Region gedeckt.

Diese Eingriffe waren besonders schmerzhaft, blutig und fanden häufig unter Vollnarkose statt , zudem war das Ergebnis sehr schwach. In der plastischen Chirurgie wird heute immer noch das Verfahren der Hautlappen bei bestimmten Indikationen angewendet, wie ausgiebige Traumata mit Ablösung der Haut, ausgiebige Verbrennungen mit Hautzerstörung, in Situationen großflächiger Hauttumoren, etc. Die Nutzung der Hautlappen (flap surgery) für die chirurgische Wiederherstellung der androgenetischen Alopezie wurde praktisch vollkommen aufgegeben und wird nur aus historischer Sicht erwähnt.Eine andere Methode der plastischen Chirurgie für die Bekämpfung der männlichen Glatze, die häufig in der Vergangenheit angewandt wurde, war die sogenannte Hautreduktion der behaarten Kopfhaut (scalp reduction).

Nach diesem Verfahren, wurde ein Teil der haarlosen Haut gestreckt und nach entsprechender Wundrandunterminierung die benachbarte Haut wieder verschlossen, mit dem Ziel die Fläche der haarlosen Kopfhaut zu reduzieren. Diese Eingriffe wurden durch das Vorhandensein großer und dysmorpher postoperativer Narben charakterisiert, mit schwachen Ergebnissen. Eine moderne verbesserte Version des Verfahrens der scalp reduction für großflächigen Hautverlust oder großflächigen Verbrennungen oder traumatischen Narben der behaarten Kopfhaut, ist die Nutzung von Gewebestreckern (tissue expanders). Nach diesem Verfahren, meistens unter Vollnarkose, wir ein Expander unterhalb der Dermis der gesunden behaarten Kopfhaut angebracht und die Wunde wird vernäht. In einem Intervall von 8-12 Wochen findet stufenweise die Streckung des tissue expander mittels physiologischer Kochsalzlösung, mit dem Ergebnis der stufenartigen Streckung der betroffenen behaarten Kopfhaut. Sobald die Streckung erfolgt ist, folgt in einem zweiten Eingriff die Entfernung des tissue expander und die Exzision eines Teiles oder der gesamten haarlosen Kopfhaut oder des vernarbenden Areals der behaarten Kopfhaut. Anschließend wird der Defekt mittels der überschüssigen gestreckten behaarten Kopfhaut gedeckt. Der komplikationsreiche, zeitlich aufwendige und schmerzhafte Prozess hat einige ernste, rekonstruktive Indikationen, wird jedoch nicht für die Abdeckung der männlichen Glatze aus ästhetischen Gründen angewendet, vor allem wegen ihres besonders invasiven Charakters.

In den 80er Jahren erschien erstmalig das Verfahren des punch grafting, da der Wunsch nach weniger invasiven Verfahren zur Wiederherstellung der behaarten Kopfhaut immer größer wurde. Zugleich wurde festgestellt, dass die Entwicklung der Kopfhaare nach Gruppen stattfindet. Nach dem punch grafting Verfahren wird mit einen rundem Skalpell (punch) großen Durchmessers (meistens 0.5 mm), eine Menge von 20-30 Haaren entfernt, die anschließend in einer Öffnung mit kleinerem Durchmesser (meistens 0.4 mm), die mittels einem punch an der Empfängerregion der haarlosen Kopfhaut angebracht werden. Das punch grafting Verfahren wurde besonders in dem Jahrzehnt 1980-1990 bekannt, wurde aber langsam aufgegeben, da es zu traumatisch und zu schmerzhaft war und zusätzlich durch die besonders unnatürlichen ästhetischen Ergebnisse hervorstach, da die großen Transplantate der 20-30 Haaren (plug grafts) nicht sehr nah beieinander angebracht werden können und den physiologischen Haarfollikeln nicht ähneln, besonders in der Haaransatzlinie der Stirn (hairline), die wesentlich dünner sind. Das unnatürliche Aussehen der plug grafts ist bekannt als „Puppen-ähnliches-Phänomen“ oder „doll-like effect“.

Das punch grafting Verfahren wurde in den letzten Jahren aufgegeben. Es gibt jedoch noch viele Fälle von Patienten die früher mit dem punch grafting Verfahren behandelt wurden und heute den plastischen Chirurgen aufsuchen zur Korrektur der Narben und der unnatürlichen hairline mit dem Verfahren FUE.

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Die heute angewendeten Verfahren zur Wiederherstellung der behaarten Kopfhaut sind zwei: die FUT Methode (Follicular Unit Transplantation) oder STRIP und das Haartransplantation-Verfahren FUE (Follicular Unit Extraction), welche auch die modernste Form darstellt.FUT wurde im Beginn der 90er Jahren erstmalig angewandt und wird durch chirurgische Exzision eines Hautareals samt Haare aus dem behaarten Hinterkopf entnommen. Das entnommene Hautareal wird unter einem Mikroskop speziell aufgearbeitet, in Transplantaten getrennt und anschließend findet die Implantation dieser in der haarlosen Region. Entsprechend der Erfahrung und der technischen Fähigkeiten des Teams das die FUT Sitzung durchführt, sind die Transplantate die entstehen entweder minigrafts (Transplantate von 4-8 Haaren) oder micrografts (Transplantate von 1-2 Haaren). Der Hautdefekt der Empfängerregion wird vernäht und hinterlässt eine bleibende Narbe, kleine oder große entsprechend des Vernähungsverfahrens und der Breite des Defektes. Häufig ist auch das Auftreten dysmorpher postoperativer Narben von STRIP die eine Korrektur aus ästhetischer Sicht bedürfen. Bessere Ergebnisse was die postoperative Erscheinung der Narbe angeht, zeigen sich bei der modernen Vernähungsmethode der sogenannten trichophytischen Verschlusstechnik (trichophytic closure technique).

Die Produktion von Transplantaten mit vielen Haaren und größerem Diameter mit dem Verfahren FUT oder STRIP, die sich nicht den natürlichen Haarfollikeln der behaarten Kopfhaut ähneln, führen häufig zu nicht physiologischen ästhetischen Ergebnissen, besonders in Situationen wo mehrere Haare in einzelnen Haarfollikeln in der Haaransatzlinie der Stirn (hairline) transplantiert werden.Das heutige modernste Verfahren der Haartransplantation ist die FUE (Follicular Unit Extraction) bei der die Haarfollikel einzeln aus der okzipitalen Region entnommen und in der haarlichten Region implantiert werden. Das FUE Verfahren wurde erstmalig in den Jahren 2002-2003 im experimentellen Stadium beschrieben und hat sich seitdem stufenweise entwickelt. Zu Beginn war die Implantation einiger hunderten Haarfollikeln möglich, heute ist jedoch durch die Nutzung von automatischen Extraktionsgeräten (automated exctraction) die Durchführung mehrerer Transfers von vielen tausenden Haarfollikeln an einem einzigen Tag. Das FUE Verfahren überwiegt enorm des FUT da letzteres sichtbare, teils lebenslang schmerzhafte, antiästhetische Narben im Hinterkopf hinterlässt. Das FUE Verfahren hingegen hat ein exzellentes ästhetische Ergebnis, ohne Narben, Schmerzen oder Beschwerden des Leidenden.

In der Advanced Hair Clinics gibt es eine ausreichende Erfahrung und Spezialisierung in der Nutzung des FUE Verfahrens, sogar bei schwierigen Fällen. Es wird speziell das Advanced FUE Verfahren angewandt, das die Extraktion einzelner Haarfollikel mit dem automatischen Extraktor (FUE direct) beinhaltet und die Implantation der Haarfollikeln unter Nutzung eines Implantationsgeräts (implanter device) in einem Stadium, ohne die Entwicklung von Empfängerstellen in der Haut der zu bearbeitenden Region (One-Step-Implantation) ermöglicht. Das reduziert vermehrt das Bluten, das Trauma, das Ödem und den postoperativen Schmerz nach dem Ende einer FUE Sitzung. Die letzten Jahre sind viele vielversprechende Robotik Haartransplantationssysteme (Robotic Hair Transplantation oder ARTAS® Robotic Hair Transplant), die im Moment kein erfahrenes Haartransplantationsteam FUE ersetzen können, da diese nicht so präzise sind. Jedoch kann die Entwicklung der Technologie in der Zukunft eine allgemeine Nutzung erlauben.

ANDERE VERFAHREN ZUR DECKUNG DER GLATZE

Außer der Haartransplantation, die heute den einzigen wissenschaftlichen Weg der dauerhaften Wiederherstellung der Haare im haarlosen Areal der behaarten Kopfhaut darstellt, wurden in der Vergangenheit wie auch heute auch andere nicht invasive oder nicht medizinische Wege zur Deckung der haarlosen Areale verwendet.

Das Haaradditiv (hair prosthesis) ist ein Verfahren, bei dem teilweise oder total die Deckung des haarlosen Areals der behaarten Kopfhaut gelingt, durch Nutzung einer Perücke oder einem speziellen Additiv aus natürlichem oder künstlichem Haar, unterschiedlicher Farbe, Länge oder Haartextur, passend zum Interessenten und seinen Gesichtscharakteristika. Die Positionierung des Additivs erfolgt mit einem speziellen Kleber damit sich diese an der Kopfhaut stabilisieren kann oder mit clips die an den Haaren seitlich, wenn diese vorhanden sind, befestigt werden. Die Nutzung eines Additivs fördert Pflege und Reinigung sowohl des Gegenstands als auch der Hautregion an welcher es angebracht wird. Mangelhafte Reinigung oder schlechtes Anbringen des Additivs kann der Grund für die Entstehung einer  Hautentzündung der Kopfhaut sein, von Juckreiz oder chronischer Reizung.

Die jahrelange Nutzung eines Additivs führt stufenweise, aufgrund des Drucks, zur Hautatrophie des haarlosen Areals der behaarten Kopfhaut, zur Atrophie und Haarverlust der benachbarten Haare die teilweise vom Additiv gedeckt werden und Farbverlust der gedeckten Haut. Das Haaradditiv und die Nutzung von Perücken aus ästhetischen Gründen, bei Männern und Frauen, nimmt heute schnell ab. Zum einen aufgrund der Entwicklungen im Bereich der Haartransplantationen mit dem FUE Verfahren, zum anderem aufgrund des unnatürlichen Aussehens eines Additivs oder einer Perücken.Ein weiterer Inhibitor sind die hohen Kosten eines Kaufes und der Wartung eines Haaradditivsystems hoher Qualität aus natürlichem Haar, da ein jährlicher Wechsel des Systems notwendig ist.

Diese Kosten näheren sich diese einer Haartransplantation.   Die Hauptindikation der Nutzung eines Haaradditivs heute ist die totale Haarlosigkeit der behaarten Kopfhaut oder die totale Glatze, die bei onkologischen Patienten beobachtet wird die eine Chemotherapie erhalten oder in seltenen Fällen einer Alopecia areata totalis. In diesen Fällen ist die psychologische Last der schnellen und totalen Apoptose der gesamten Kopfhaare unerträglich und das Haaradditiv kann wesentlich helfen, sowohl im privaten psychologischen Level wie auch sozial und beruflich, besonders in dem Moment wo keine Indikation zur Haartransplantation besteht bei fehlender Entnahmestelle.

Die scalp micropigmentation oder medical tattoo des Kopfes ist ein sehr beliebtes Verfahren zur Deckung des haarlosen Areals der behaarten Kopfhaut oder bei anderen Regionen, wie postoperative Narben, Augenbrauen, etc. In diesem Verfahren fügt im idealen Fall ein spezialisierter Techniker unter sauberen aseptischen Bedingungen das Pigment in der Haut des Patienten, ähnlich dem klassischem Tattoo. Dabei benutzt er unterschiedliche Köpfe im Diameter sodass dem Haar ähnlich aussieht (micropigmentation). Das Tattoo Verfahren kann aus einer gewissen Distanz eine effiziente Camouflage des haarlosen Bereichs erzielen, jedoch ist das ästhetische Ergebnis aus kurzer Distanz sehr schwach aufgrund des Fehlens der Tiefe und Masse der gemalten „Haare“.

Ein weiterer Nachteil der scalp micropigmentation sind die notwendigen Wiederholungen der Prozedur wegen Abblassen der Pigmentierung (bleaching Phänomen). Bei lichtexponierten Areale mit guter Durchblutung wie der Kopf, wird zudem häufig das Phänomen der stufenweise Spaltung der genutzten Pigmente beobachtet mit dem Endergebnis einer Streckung und Verblassung des Tattoos sowie einer Farbänderung, die zu einem unnatürlichen Aussehen führt, ähnlich einer geographischen Karte.

Die Keratinfasern (Toppik®, Nanogen®) sind ein weiterer moderner Weg zur ästhetischen Deckung des lichteren Haars, besonders bei einem frühen oder mittleren Haarverlust der behaarten Kopfhaut. Bei einer Glatze mit kompletten Haarverlust, bieten die Keratinfasern oder Toppik® hingegen keine optimale ästhetische Deckung. Die Keratinfasern existieren in verschiedenen Farben sodass sie sich den natürlichen Haaren anpassen können. Diese werden an der haarlichten Region wie Talk oder Puder verbreitet, haften durch das Phänomen der statischen Elektrik an den vorhandenen Haaren und steigern somit die Masse und Dichte. Die Stabilisierung der Keratinfasern (Toppik®, Nanogen®) erfolgt durch Nutzung eine Haarlack und werden durchs Waschen der Kopfhaare entfernt. Offensichtlich kann es nur eine begrenzte Abdeckung bei bestimmten Patienten bieten, für psychologische, soziale oder berufliche Gründe. Jedoch stellen sie in keiner Weise eine wirksame und dauerhafte Lösung gegen den Haarausfall dar.

Bei welchen Patienten ist die Durchführung einer HAARTRANSPLANTATION indiziert

Die Haartransplantation stellt heutzutage die beliebteste kosmetische Behandlung bei den Männern dar und die Patienten zögern nicht mehr wegen Haarausfall einen Dermatologen oder plastischen Chirurgen aufzusuchen, die die einzigen Fachspezialisten für die Diagnose und Therapie des Haarausfalls sind.

Laut Statistik zeigte sich im Jahr 2010 eine Verdoppelung der Haarimplantation- Verfahren im Vergleich zu den letzten zehn Jahren. Seitdem ist die Anzahl von Haartransplantationen weltweit bei etwa 20% pro Jahr erhöht.

Eine Haartransplantation kann bei den folgenden Fällen durchgeführt werden:

• Männer und Frauen mit androgenetischer Alopezie
• Männer und Frauen mit vernarbender Alopezie
• Bei Verdünnung der Kopfhaut- und Augenbrauen-Behaarung
• Bei Verdünnung von Gesichtsbehaarung
• Zur Narbenverdeckung nach Haartransplantation mit FUT-Strip-Technik oder postoperative Narben oder Verbrennungen
• Zur Reduktion der Haarlichtung im Bereich der vorderen Haaransatzlinie

Einer Haartransplantation können sich sowohl Männer als auch Frauen, über 18 Jahren alt unterziehen. Die Haartransplantationstechnik FUE ist minimal invasiv und wird in örtlicher Betäubung durchgeführt. Die Durchführung der Behandlung ist fast bei jedem Patienten geeignet. Ausgeschlossen sind allerdings Patienten mit sehr schweren Gesundheitsproblemen, wie zum Beispiel ein akutes Myokardinfarkt, Schlaganfall oder schwere Immunsuppression.

Bei bestimmten Patientengruppen, z.B. Patienten mit Herz- oder Atemwegserkrankungen, Diabetiker, Patienten mit Gerinnungsstörungen oder Patienten mit Schilddrüsenerkrankungen kann eine Haartransplantation problemlos durchgeführt werden. Voraussetzung ist jedoch die vorherige Absprache des Gesundheitsproblems mit dem behandelten Chirurgen und die entsprechende Anpassung der eingenommenen Medikamente.

Die Haartransplantationstechnik FUE

Die FUE (Follicular Unit Extraction)-Technik oder Haartransplantationsmethode mit der Übertragung und Einpflanzen einzelner Haarfollikeln wird seit 2003 zur Behandlung des Haarausfalls eingesetzt. Es handelt sich um die modernste Methode der Haartransplantation und neigt – wegen ihrer minimal-invasiven Natur- dazu, andere Haartransplantationstechniken zu ersetzen.
Die FUE-Technik setzt eine langwierige Spezialisierungsausbildung des plastischen Chirurgen voraus, da es sich um eine sehr detaillierte anspruchsvolle und schwierige Technik handelt. Jede FUE-Sitzung dauert in der Regel mehrere Stunden, da dabei jeder Haarfollikel zunächst extrahiert und anschließend separat unter mikroskopischer Vergrößerung eingepflanzt wird.

Damit der Chirurg vertraut mit der Technik sein kann, ist die Beobachtung und Durchführung hunderter Operationen erforderlich, um eine schnelle und qualitative Arbeit leisten zu können.

Wenige Ärzte sind heutzutage in der FUE-Technik spezialisiert. Der plastische Chirurg Dr. Anastasios Vekris gehört zu den anerkanntesten plastischen Chirurgen im Bereich der Haartransplantation, mit einer langwierigen Erfahrung von tausenden durchgeführten Haartransplantationen in Griechenland und Ausland.
Er bildete viele griechische und ausländische Ärzte aus und gründete viele Haartransplantationskliniken in Griechenland, Europa und dem Mittleren Osten.

Die HAARTRANSPLANTATION mit FUE-Technik

Zunächst wird die Donor-Region durch den behandelten Arzt bestimmt und eingezeichnet. Anschließend wird die Lokalanästhesie mit einer Lidocain-Adrenalin Lösung eingesetzt. Die follikulären Einheiten werden leicht, schnell und schmerzlos mit einem speziellen automatisierenden Gerät entnommen und in einer feuchten Umgebung von 3-4 °C aufbewahrt. Im Anschluss wird das Transplantationsareal bestimmt und die Implantation wird in örtlicher Betäubung fortgesetzt. Einzelne follikuläre Einheiten werden mit einem Spezialgerät eingepflanzt, ohne dass vorher kleine Empfängerstellen (Slots) an der Implantationsstelle (One-Step-Implantation, FUE Direct) geöffnet werden müssen. Das Trauma wird im Bereich der Donor-Region minimiert und das Ergebnis ist völlig natürlich.

In der Advanced Hair Clinics entwickelte Dr. Anastasios Vekris nach jahrelanger Erfahrung und Forschung die One Step Implantation oder Advanced FUE-Technik zur der Wiederherstellung der Kopfhautbehaarung. Dabei werden die Transplantate direkt in den richtigen Winkel und der richtigen Richtung in der Donor-Region eingepflanzt.

Nach einer Haartransplantation mit der FUE-Technik kommt es zu einem erneuten Haarwachstum zum 95-98% der Fälle. Die meisten Haare bleiben direkt nach der Haartransplantation erhalten, einige fallen zum Teil innerhalb der ersten 2 Monate nach der Transplantation aus und wachsen wieder schrittweise innerhalb der nachfolgenden Monate nach. 70-80% des Endergebnisses wird nach 4-6 Monaten und 95-100% nach 12 Monaten komplettiert.
In der Regel wachsen die neuen Haare schneller an der Stirn, während das Wachstum im Scheitelbereich bis zu mehreren Monaten dauern kann.
Die neuen Haare verhalten sich wie die restlichen Kopfhaare und können wie normale Haare geschnitten werden.

Körperbehaarung (body hair) & Gesichtsbehaarung (facial hair) als alternativer Donor für FUE

Wenn die Behaarung der Donor-Region nicht ausreichend ist, kann das Haar aus dem Bart oder Körper (Körperhaar) entnommen werden und auf die kahlen Stellen übertragen werden.
Die Haare des Gesichtes (facial hair) wachsen schnell und in bemerkenswerten hohen Raten von über 95% an. Aufgrund der besonderen Beschaffenheit des Gesichtshaares (meistens wildes, lockiges Haar) und der Tatsache, dass die Körperhaare im Durchschnitt den doppelten Durchmesser als die Kopfhaare haben, sind diese für eine Implantation am vorderen Haaransatz nicht geeignet .

Allerdings können sie sehr nützlich sowohl für die Verdichtung der Tonsur auch für die Narbenabdeckung nach Haartransplantation mittels Strip-Technik sein, wenn keine andere mögliche Donor-Region im Bereich der Kopfhaut zur Verfügung steht.

Die Körperbehaarung (body hair), stellen ein alternatives Haar-Reservoir dar, vor allem bei Männern mit reicher Körperbehaarung und Fehlen einer geeigneten Donor-Region im Bereich der Kopfhaut. Alle Regionen des Körpers können als Donor-Region nützlich werden, wie beispielsweise Brust, Rücken, Beine und Arme, die Schamregion etc. Die zuverlässigsten und am häufigsten genützten Lokalisationen sind die Brust und das Sternum. Das finale Ergebnis nach Haartransplantation von Körperhaaren ist jedoch sehr unberechenbar und die Erfolgsrate liegt zwischen 70-80%. Die Körperhaare haben einen sehr unterschiedlichen, Lebenszyklus als die Kopfhauthaare. Die Anwuchsrate der Körperbehaarung ist geringer und kann sogar zwei Jahre nach Haartransplantation abgeschlossen werden.

 

Die einzige Technik, welche die Transplantation von Gesichts- (facial hair) und Körperhaaren (body hair) ermöglicht, ist die FUE, da die Extraktion einzelner follikulären Einheiten ohne Einschnitte oder Hinterlassung von Narben erlaubt.
Anderseits findet die FUT-Strip Technik bei dieser Form der Haartransplantation weniger einen Einsatz, da das ästhetische Ergebnis aufgrund der sichtbaren Narben an der Brust und im Gesichtsbereich inakzeptabel ist.

Die Haartransplantation durch die Übertragung einzelner Haarfollikel (FUE) stellt derzeit die ideale Behandlungsmethode für den männlichen und weiblichen Haarausfall dar. Dieses Haartransplantationsverfahren wird zur Wiederherstellung der Augenbrauen oder der Gesichtsbehaarung sowie zur Abdeckung von Narben nach Haartransplantation nach Streifen (Strip)-Technik (FUT) eingesetzt.

Postoperativer Verlauf nach HAARTRANSPLANTATION mit FUE-Technik

Bei der Haartransplantationstechnik FUE handelt es sich um ein absolut sicheres Verfahren. Sie findet in der Klinik statt und wird in örtlicher Betäubung durchgeführt. Der Patient ist dabei wach und kann reden, Musik hören oder fernsehen.

Jede mögliche Störung im Bereich der  transplantierten Region ist minimal.

Die meisten Patienten klagen in den ersten 1-2 Tagen über leichte ziehende Schmerzen im Bereich der Donor-Region. Ein leichtes Schmerzmittel muss nur selten verabreicht werden. Das operierte Areal soll in den ersten 3 Tagen mit einem Kochsalzlösung-Spray in regelmäßigen Abständen hydratisiert werden.

Einige neue Haare fallen innerhalb der ersten 2-8 Wochen aus aber die Wurzeln bleiben und neue Haare wachsen in den nachfolgenden Monaten wieder. Dieser Effekt wird durch die unmittelbare postoperative Verwendung von Minoxidil 5% minimiert.

Am nächsten Tag folgt die erste Kontrolle der Empfänger- und Donor-Region und die Haare werden vorsichtig zum ersten Mal gewaschen.

3-4 Tagen nach der Sitzung kann der Patient wieder zur Arbeit gehen, ohne dass die durchgeführte Haarimplantation von anderen wahrgenommen werden kann. Schließlich wird die Vermeidung vom intensiven körperlichen Sporttreiben und vom Schwimmbadschwimmen für eine Woche empfohlen.

Im Falle der unrasierten FUE ( unshaven FUE) ist die Rückkehr in die beruflichen oder sozialen Aktivitäten postoperativ innerhalb der ersten 24-48 Stunden möglich. Sichtbare Zeichen der Haartransplantation fehlen, weil die neuen Transplantate zwischen vorhandenen Haaren eingepflanzt werden.

DIE HAARTRANSPLANTATION mit der FUT-Technik

Die FUT oder Streifen (Strip)-Technik stellt ein älteres Haartransplantationsverfahren zur Behandlung des Haarausfalls dar.

Diese Methode wurde zum ersten Mal in den 90er Jahren eingesetzt und schnell weltweit verbreitet. In den letzten Jahren gilt sie als obsolet und die FUE-Technik neigt schnell dazu, sie zu ersetzen, da sie minimal invasiv ist mit beeindruckenden Ergebnissen und ohne sichtbare Narben

FUT… mehr

Augenbrauentransplantation mit der FUE-Technik

Eine Augenbrauentransplantation findet bei kongenitalem Fehlen der Augenbrauen, posttraumatischer Narbenbildung nach Unfällen, Verletzungen, übermäßiger Ausdünnung der Augenbrauen durch Zupfen, chemisches Peeling oder altersbedingter Ausdünnung statt. Auch allein aus ästhetischen Gründen können vollere und jung aussehende Augenbrauen gewünscht sein… mehr

h-k Augenbrauentransplantation mittels FUE     e-t Augenbrauentransplantation mittels FUE

Narbenkorrektur nach vormaliger FUT-Streifen (Strip)-Haartransplantation

Bei der FUT (Follicular Unit Transplantation) handelt es sich um eine alte Haartransplantationsmethode. In den letzten Jahren gilt die FUT-Technik als obsolet und wird immer weniger durchgeführt und langsam durch die minimal invasive FUE -Technik ersetzt … mehr 

z-v Haartransplantation     z-v Haartransplantation

Erfolgsraten nach Haartransplantation

Viele Ärzte beschäftigen sich mit Haartransplantation, aber nur wenige haben erfolgreiche und natürlich aussehende Ergebnisse.

Die Qualifikation und Erfahrung des plastischen Chirurgen ist der wichtigste Erfolgsfaktor. Die genaue Einhaltung eines detaillierten intraoperativen und postoperativen Protokolls stellt ein wesentlicher Faktor für den erfolgreichen Abschluss einer Sitzung der Haarimplantation dar. In den Händen einer erfahrenen Transplantationsgruppe kann es innerhalb von 12 Monaten bei 95-98% zum erneuten Haarwachstum kommen. In einigen Fällen zeigt sich eine Erfolgsrate von 100%. Dies geschieht bei der One-Step Implantation der Direkte FUE Technik, wobei der Haarfollikel nicht bearbeitet wird.

Teilweise werden auch Haarfollikel von geschnittenen Haaren (partially transected hair) implantiert. Studien haben gezeigt, dass auch teilweise geschnittene Haare zu 30-70% – je nach Länge- nachwachsen können. Dies liegt an der Tatsache dass,  geschnittene Haare auch Stammzellen enthalten, die zur Entwicklung neuer Haare mit deutlich sichtbarer Verbesserung des Endergebnisses führen. 

Vorgaben zum idealen Alter für die erste Sitzung einer Haartransplantation gibt es nicht. Der klinische Ausdruck der androgenetischen Alopezie ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Während junge Männer, sogar unter 20 Jahre alt einen ausgeprägten Haarverlust im Stadium V nach Norwood oder höher zeigen, gibt es Patienten über 60 Jahren mit einer Alopezie in einem sehr niedrigen Verdünnungsgrad II-III nach Norwood. Von daher ist der richtige Zeitpunkt zur Durchführung der ersten Sitzung abhängig vom Ausmaß der klinischen Ausprägung der Alopezie und vor allem der psychologischen Auswirkung auf dem Patienten. Grundsätzlich sollte eine Haartransplantation dann durchgeführt werden, wenn die Alopezie deutlich sichtbar und die betroffene Person dadurch psychisch stark beeinträchtigt ist. Idealerweise sollte die erste Sitzung in einem jungen Alter stattfinden, bevor alle Haare ausfallen und ein paar Jahre später wiederholt werden.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Haartransplantation ist die Integration der transplantierten Haare natürlich unter den bestehenden Haaren und die Durchführung einer gleichzeitigen konservativen Therapie, in der Regel mit Minoxidil 5% und PRP (Platelet Rich Plasma).

Bei der androgenetischen Alopezie handelt es sich um eine progredient fortschreitende Erkrankung und ist mit der Wirkung von Androgenen im Körper verbunden. Der Haarausfall und die konsequente Haarverdünnung begleiten den Patienten von der Pubertät an, bis das ganze Leben lang.

Vor allem ist das Phänomen zwischen dem 20.-40. Lebensjahr sehr intensiv. Wenn die erste Sitzung einer Haartransplantation im jungen Alter durchgeführt wird, ist es fast sicher -und daher sollte der Patient über die Wahrscheinlichkeit aufgeklärt werden- dass aufgrund des anhaltenden Haarausfalls eine zweite Operation in der Zukunft möglich ist.

Ein Schlüsselfaktor für den Erfolg der Haartransplantation und der Qualität des finalen Ergebnisses spielen das Ausmaß des Problems und der Verdünnungsgrad.

Bei kahlen Läsionen an der Stirn oder am vorderen Haaransatz kann sogar nach einer Sitzung eine ausgezeichnete zufriedenstellende Haardichte erreicht werden.

Bei ausgeprägtem klinischen Bild im Stadium V-VII nach Norwood sind anderseits in der Regel 2-3 Sitzungen beim Vorhandensein einer ausreichenden Behaarung der Donor-Region erforderlich.

 

n-k PRP Therapie gegen Haarausfall     n-k PRP Therapie gegen Haarausfall

Im Falle einer insuffizienten Behaarung der Donor-Region und in Verbindung mit einem ausgeprägten Haarausfall wird unvermeidlich zur Abdeckung nur einer bestimmten Fläche (z.B. an der vorderen Haar-Stirn-Grenze) oder zu einer spärlichen Implantation der Haarfollikeln in allen kahlen Bereichen und somit zu einem schlechten ästhetischen Ergebnis führen.

Die realistischen Erwartungen des Patienten spielen ebenso eine wichtige Rolle für die Erreichung des gewünschten Ergebnisses. Der Patient sollte ausführlich und verständlich vom Arzt aufgeklärt werden, dass es sich bei der Haartransplantation um einer medizinischen Methode zur Behandlung der Alopezie handelt, die in keinem Fall die Natur ersetzen kann oder den Prozess des Haarausfalls stoppen kann. Vor allem sollte dem Patienten klar gemacht werden, dass bei einer sehr umfangreichen Alopezie eine komplette Wiederherstellung der Kopfbehaarung nicht möglich ist.

Ferner ist es wichtig in bestimmten Fällen, wie bei einer Augenbrauentransplantation, dass der Patient über die Notwendigkeit eines regelmäßigen Schneidens der schnell wachsenden Haaren aufgeklärt wird.

Die ausführliche detaillierte Patientenaufklärung stellt die Voraussetzung für die Auswahl geeigneter Haartransplantationskandidaten dar mit Einblick auf die Indikationen und Grenzen einer Haartransplantation.

Die idealen Kandidaten für eine HAARTRANSPLANTATION

Außer Patienten mit schweren medizinischen Problemen (z.B. schwere Herzerkrankungen, schwere Immunsuppression, etc.), können alle Erwachsenen Männer und Frauen sich einer Haartransplantation unterziehen. Ideale Kandidaten stellen die Patienten mit einer relativ eingeschränkten lokalisierten Alopezie im Stadium I-IV in der Norwood-Hamilton Skala, mit geeigneter Donor-Region und stabilisiertem Haarausfall.

Auch kleine größenstabile Narben können zufriedenstellend mittels Haartransplantation verdeckt werden.

Schlechte Kandidaten für eine Haartransplantation sind anderseits Männer mit einer Alopezie vom Typ V-VII nach Norwood mit einer wenig oder spärlich behaarten Donor-Region und Frauen mit diffuser Haarausdünnung mit kurzen Abständen zwischen den vorhandenen Haaren im Bereich der Empfänger-Region, welche die Implantation neuer Haarfollikel nicht erlauben oder die Donor-Region ist spärlich und wenig behaart. Im Allgemeinen gilt folgendes: eine Haardichte der Donor-Region von weniger als 90 Haare / cm² ist für die Transplantation nicht geeignet.

ZIELE DER HAARTRANSPLANTATION

Die Haartransplantation hat drei wichtige Ziele.

  1. Einheitliche und vollständige Abdeckung ohne verbleibende Schäden der Donor-region, des transplantierten Areals und ohne Narbenbildung.
  2. Natürliches Aussehen durch die richtige Verteilung der Haarfollikel und natürlich aussehende vordere Haarlinie (hairline). Dies wird durch Verwendung von dünnen, 1-er follikulären Einheiten in einer wellenförmigen Zick-Zack Verteilung an der Stirn erreicht.
  3. Erreichen der möglichst optimalen Haardichte, je nach individuellem klinischen Befund, Erwartungen und Besonderheiten des Patienten. Im Allgemeinen ist eine Haardichte von 50-70 Haare/cm² akzeptabel, sollte jedoch eine Donor-Region mit reicher Behaarung vorhanden sein und das Problem ist begrenzt, kann sogar durch eine Haartransplantation eine Haardichte von mehr als 120 Haare/cm² erreicht werden.

KOMPLIKATIONEN DER HAARTRANSPLANTATION

Nach einer Haartransplantation mit der FUE-Technik kommt es nur selten zu Komplikationen. Diese zeigen sich schnell rückläufig, innerhalb der ersten postoperativen Tage. Solche Komplikationen können zum Beispiel eine milde Follikulitis, oder eine dezente Schwellung an der Stirn bei unter 1% der Patienten sein. Die Follikulitis lässt innerhalb einer Woche mit der Anwendung eines antiseptischen Shampoos und einer antibakteriellen Lotion nach.

Die postoperative Schwellung kommt selten etwa 24-72 Stunden nach dem Abschluss der Sitzung an der Stirn oder periorbital und spricht unter oraler Gabe von Kortison für 3-4 Tage gut an.

Die FUT-Technik wird öfters von postoperativen Komplikationen begleitet.

Dazu gehören chronische Schmerzen oder Taubheitsgefühl im Bereich der Narbe und hypertrophe Narben.

Kosmetische Probleme treten häufig nach einer Sitzung mit der FUT-Strip Technik auf, da die verbleibenden Narben auffällig und dystrophisch sein können. Viele Patienten trauen sich sogar nicht -wegen der schlechten Vernarbung- die Haare kurz  zu schneiden.

Unser plastischer Chirurg Dr. Anastasios Vekris und sein Team folgen vor und nach jeder Sitzung spezielle Behandlungsprotokollen um das Komplikationsrisiko zu reduzieren.

Wir empfehlen sowohl die Applikation von Minoxidil 5% vor und nach der Haartransplantation als auch die Durchführung von PRP-(Platelet Rich Plasma) Sitzungen, um die besten möglichen Ergebnisse zu erreichen.

DIE HAARTRANSPLANTATION IN DER ZUKUNFT, ALOPECIA-DNA-TEST

Die Haartransplantation stellt heutzutage ein spannendes Forschungsfeld dar. In ein paar Jahren werden wir in der Lage sein die verantwortlichen Gene für androgenetische Alopezie genau zu identifizieren. Bei den Patienten die die verantwortlichen Gene tragen werden wir in der Lage sein auf genetischer Ebene zu intervenieren. Bereits heute ist es möglich das genetische DNA-Profil zu identifizieren mit mindestens 60-70 verschiedenen Genen, die im Prozess der androgenetischen Alopezie eine mögliche Rolle spielen.

Durch einen einfachen Bluttest, den Alopecia DNA-Test, ist es möglich die Wahrscheinlichkeit einer Person unter androgenetischer Alopezie zu leiden und den Progress des Haarausfalls vorherzusagen. Es ist auch möglich durch das genetische Screening mit Genauigkeit die erblich-bedingte Tendenz für ein frühes oder späteres Ergrauen der Haare zu bestimmen.

  •  Neue wirksame Medikamente zur Verhinderung des Haarausfalls zu erfinden
  • Haarfollikel zu klonieren und eine größere Anzahl von Haartransplantaten zu implantieren (hair cloning, hair duplication)
  • Haare aus pluripotenten Stammzellen (stem cells) im Labor zu erzeugen und damit die Haartransplantationsmöglichkeiten zu erweitern.

KOSTEN DER HAARTRANSPLANTATION

Jeder Fall wird individuell behandelt und somit können die Kosten für jede Sitzung der Haartransplantation mit FUE variieren.
Die Preise sind von dem Ausmaß des Problems, der Anzahl der Implantate, den möglichen intraoperativen Problemen und der Dauer der Sitzung abhängig. Eine Sitzung kann 7-8 Stunden dauern. Der Preis steigt bei größeren Flächen, wo mehrere Sitzungen erforderlich sind.

Eine vorangegangene Haartransplantation mit der FUT-Technik mit erheblichen Schäden und Narbenbildung im Bereich der Donor-Region erschwert enorm eine neue Haartransplantation. Dies hat allerdings keinen Einfluss auf die Kosten der neuen Behandlung.

Eingriffe mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad sind die Augenbraue- die Barthaartransplantation, die Transplantation von Körperhaaren (body hair) und die „unrasierte Sitzung“ (unshaven FUE).

Wenn nur ein paar dutzend Follikel erforderlich sind – zum Beispiel zur Abdeckung einer kleinen Narbe- liegt der Preis bei 500 Euro.
Der Preis variiert entsprechend je nach Größe der behandelten Fläche und der Dauer der Sitzung.
Eine Sitzung mit der FUE-Technik kann 7-8 Stunden dauern und der Preis liegt zwischen 3.000-4.000 Euro. Der Preis steigt wenn zwei Sitzungen auf zwei auf einander folgenden Tagen erforderlich sind.
Bei einer Tagesitzung, wenn die Donor-Region reichlich behaart ist und die Haare kurz geschnitten sind, können 2000-3000 follikuläre Einheiten oder 6000-8000 Haare transplantiert werden. Damit kann eine hervorragende Haardichte und Abdeckung erreicht werden.

In den Advanced Hair Clinics werden die Kosten je nach Aufwand der Sitzung bestimmt, um die bestmögliche Abdeckung und optimale Dichte der kahlen Bereiche zu erreichen. Eine Obergrenze für die Anzahl der extrahierten Haarfollikel gibt es nicht und die einzige Voraussetzung ist eine gesunde Donor- und Empfänger-Region.

Wir unterstützen nicht die Taktik einiger Kliniken den Preis nach der Anzahl der angewendeten Haarfollikel zu bestimmen, da der Patient nicht in der Lage ist die transplantierten Haare oder Haarfollikel während der Sitzung zu zählen.

z-v Haartransplantation     e-t Haartransplantation

Eine Sitzung mit der FUE-Technik kann 7-8 Stunden dauern und der Preis liegt zwischen 3.000-4.000 Euro. Der Preis steigt wenn zwei Sitzungen auf zwei auf einander folgenden Tagen erforderlich sind.
Bei einer Tagesitzung, wenn die Donor-Region reichlich behaart ist und die Haare kurz geschnitten sind, können 2000-3000 follikuläre Einheiten oder 6000-8000 Haare transplantiert werden. Damit kann eine hervorragende Haardichte und Abdeckung erreicht werden.

In den Advanced Hair Clinics werden die Kosten je nach Aufwand der Sitzung bestimmt, um die bestmögliche Abdeckung und optimale Dichte der kahlen Bereiche zu erreichen. Eine Obergrenze für die Anzahl der extrahierten Haarfollikel gibt es nicht und die einzige Voraussetzung ist eine gesunde Donor- und Empfänger-Region.

Wir unterstützen nicht die Taktik einiger Kliniken den Preis nach der Anzahl der angewendeten Haarfollikel zu bestimmen, da der Patient nicht in der Lage ist die transplantierten Haare oder Haarfollikel während der Sitzung zu zählen.

Warum sollte ich die Advanced Hair Clinics für eine HAARTRANSPLANTATION auswählen

  • Die Advanced Hair Clinics hat eine langjährige Erfahrung im Bereich der Haartransplantation. Insbesondere haben der plastische Chirurg Dr. Anastasios Vekris und sein Team mehrere Operationen sowohl in Griechenland als auch im Ausland mit großem Erfolg absolviert.
  • Alle Operationen werden vom international bekannten plastischen Chirurgen Dr. Anastasios Vekris durchgeführt oder überwacht, somit sind die bestmöglichen Ergebnisse garantiert.
  • Der plastische Chirurg Dr. Anastasios Vekris wurde in der Haartransplantation neben dem berühmten Forscher auf dem Gebiet des Haarausfalls Dr. Kim in der Kyonpook University in Korea ausgebildet.
  • Dr. Vekris war der erste, der die neue erweiterte Advanced FUE und One-Step Implantationstechnik entwickelte und einführte. Bei dem o.g. Haarimplantationsverfahren wird mit einem speziellen automatischen Gerät die  Haarextraktion und Implantation der Grafts, ohne die Schaffung kleiner Öffnungen und somit ohne Trauma (Direkte FUE) durchgeführt.
  • Der plastische Chirurg Dr. Anastasios Vekris bildete die meisten Ärzte, die derzeit sich mit Haartransplantation in Griechenland befassen, und viele Ärzte und Arzthelfer im Ausland aus. Er gründete mehrere Haartransplantationskliniken in Europa und im Mittleren Osten, in denen er derzeit eine beratende Rolle besitzt.
  • In den Advanced Hair Clinics werden mit Abstand die größten FUE Haartransplantation- Sitzungen in Griechenland vorgenommen.
  • Unsere Haartransplantationsteams sind bestens in der FUE Technik spezialisiert und können mit Erfolg besondere Fälle wie Augenbraue-, Barthaartransplantation, Haartransplantieren von Strip-Narben sowie Transplantationen von Gesichts- (face hair) oder Körperhaaren (body hair) absolvieren.

Ergebnisse nach HAARTRANSPLANTATION

Die Ergebnisse nach Haartransplantation mit FUE-Methode sind dauerhaft. Sie zeigen sich zum Teil bereits in der ersten Woche nach der Implantation.

Der Haarwuchs schreitet schrittweise fort, wobei zwischen der zweiten und achten postoperativen Woche zum Haarausfall kommen kann.

Ab dem Ende des zweiten Monats und innerhalb der ersten zwölf Monate wachsen die Haare wieder nach. In Studien konnte belegt werden, dass bei 5% der Patienten sogar achtzehn Monate nach Haartransplantation zu einer weiteren Verbesserung des Endergebnisses kommen kann.

 

k-e Haartransplantation     m-p Augenbrauentransplantation mittels FUE

Die Erfolgsrate nach einer Haartransplantation mit der Advanced FUE Technik liegt bei 95% und oft 100%. Gleich sind die Ergebnisse nach einer Haartransplantation mit Implantaten aus der Bartregion. Die Erfolgsrate einer Haarverpflanzung der Kopfhaut mit der Anwendung von Implantaten aus der Brust oder Körper kann aufgrund der niedrigen Anwuchsrate zwischen 60-70% liegen.

Nach Haarimplantation posttraumatischer oder anderer Narben kann es zu 60-90% zum neuen Haarwachstum kommen. Dies ist von der Konsistenz der Narbe (weich oder hart), der Durchblutung und anderen Faktoren abhängig.

NATÜRLICHE HAARTRANSPLANTATIONSERGEBNISSE

Das natürliche Aussehen nach einer Haartransplantation hängt von der Erfahrung des OP-Teams und insbesondere des behandelten Arztes ab.

Vor der Durchführung des Verfahrens sollte idealerweise die Bestimmung und das Einzeichnen der vorderen Haarlinie und die genaue Planung der Verteilung der Haarfollikel erfolgen. Zusätzlich sollten die gewünschte Haardichte, die Haarrichtung der vorhandenen Haare und die Gesichtsmerkmale berücksichtigt werden.

Dies bedeutet, dass für einen natürlich aussehenden Haaransatz erst vorne einzelne Follikel implantiert werden sollten, gefolgt von einer Übergangszone mit Einzel- und Doppel-Follikel. Die dichteren Follikel sollten hinter der vorderen Linie vor allem im mittleren Bereich des Kopfes implantiert werden um eine bessere Haardichte zu erreichen.

Die Ergebnisse der Haartransplantation hängen hauptsächlich von der Erfahrung des Operationsteams und der durchgeführten Technik ab. Prozentual sind die Ergebnisse nach Haarimplantation mit FUE oder FUT-Technik in Bezug auf die Wachstumsrate vergleichbar.

 

l-a Haartransplantation     a-h Haartransplantation

In Bezug auf die Natürlichkeit des Ergebnisses zeigt sich die FUE-Methode der FUT überlegen. Bei der FUE können Grafts mit einem kleineren Durchmesser gewonnen werden, während bei der FUT-Methode die Implantate dicker sind (und somit nicht natürlich aussehend, wenn sie im Bereich der vorderen Haarlinie implantiert sind).

Eine große Rolle spielt die Schaffung von kleinen Öffnungen in der Haut im Empfänger-Bereich für die Implantation der Haarfollikel.

Bei der Advanced-FUE werden die Haarfollikel direkt mit Hilfe eines Implantationsgerätes (Implanter) eingepflanzt (One Step Implantation). Es wurde festgestellt, dass die Erfolgsrate nach einer Haartransplantation mit der Advanced FUE-Technik höher im Vergleich zu den klassischen Methoden FUE oder FUT-Strip ist, aufgrund der geringeren intraoperativen Hautschädigung und der minimalen Blutung.

Versagen einer HAARTRANSPLANTATION

Das Versagen einer Haartransplantation kann an verschiedenen Faktoren zurückgeführt werden, wie zum Beispiel die schlechte Auswahl der Patienten, die Unerfahrenheit des Transplantationsteams oder die Unerfahrenheit und das mangelhafte Wissen des durchführenden Arztes. Auch technische Faktoren, welche die Qualität des Ergebnisses beeinflussen, können eine Rolle spielen.

Insbesondere scheint ein Versagen hoch wahrscheinlich zu sein, wenn präoperativ keine genaue Einschätzung der Bedürfnisse (bzgl. Abdeckung und Haardichte) der Empfänger-Region sowie der Möglichkeiten der Donor-Region, durch das Transplantationsteam stattfindet. Bei keiner genauen präoperativen Beurteilung des klinischen Bildes und Planung der Operation, steigt die Wahrscheinlichkeit für ein nicht zufriedenstellendes kosmetische Ergebnis und das gewünschte Ziel wird somit nicht erreicht.

Zum Versagen kann auch die Wahl der falschen Transplantationstechnik führen.
Es kommt häufig vor, dass bei den Patienten die bereits in der Vergangenheit mit FUT-Strip-Technik haartransplantiert wurden- keine geeignete Donor-Region zur Verfügung steht. Dies liegt an der ausgeprägten Narbenbildung im Bereich der Donor-Region, welche die nutzbare Fläche und Qualität der Haarfollikel deutlich reduziert.

Hinsichtlich der Erfahrung des Arztes und des Transplantationsteams gilt folgendes: Nach internationalen Standards sollte eine Haartransplantation nur durch gut ausgebildete Haarchirurgen aus den Bereichen der plastischen Chirurgie oder der Dermatologie durchgeführt werden.
Dennoch kommt es häufig vor, dass nicht spezialisierte Ärzte oder Ärzte anderer Fachgebiete (z.B. Augenärzte, Gynäkologen, unqualifizierte Ärzte etc.), sich als erfahrene Ärzte im Bereich der Haartransplantation vorstellen, während sie weder das technische Know-how einer Haartransplantation noch die Erfahrung verfügen.
In diesem Fall, kann es zu vielen technischen Fehlern und somit zu einem Operationsversagen kommen.
Technische Fehler während des Prozesses – bei der Extraktion oder häufiger bei der Implantation der Haarfollikel – können auch für eine nicht erfolgreiche Haartransplantation verantwortlich sein. Zu den technischen Fehlern gehören zum Beispiel eine Verletzung bei der Extraktion oder Querschnitt der Haarfollikel, welche zu einer Reduktion der Haarwuchsrate nach der Operation führen.
Die schlechte Aufbewahrung der Haarfollikel nach Extraktion stellt ebenso einen wichtigen Faktor für das Versagen einer Haartransplantation dar. Voraussetzung für das Überleben der Haarfollikel ist die Aufbewahrung in einer feuchten Umgebung und einer niedrigen Temperatur. In einer trockenen Umgebung mit hohen Temperaturen beginnen die Zellen sich zu zerstören. Dieser Faktor kann zum Versagen einer Transplantation führen.

e-k Haartransplantation     i-j Haartransplantation

Schließlich gibt es auch während der Haarfollikelimplantation mehrere Faktoren, die mit einem Versagen des Verfahrens verbunden sind. Insbesondere scheint hier die Implantationstiefe des Haarfollikels eine große Rolle zu spielen.
Wenn die Follikel zu tief in die Haut eingepflanzt werden, kann es zu einer Kapselung mit konsequenter Zystenbildung kommen. Anderseits wenn sie sehr oberflächlich positioniert werden, kann es zu Dehydratation, Austrocknen und Verlust der Haarfollikel kommen.
Technische Fehler während einer Haartransplantation stellen die häufigste Ursache einer gescheiterten Behandlung dar.

DIE ARZTAUSWAHL FÜR DIE HAARTRANSPLANTATION

Plastischer Chirurg Dr. anastasios Vekris

Die Auswahl des richtigen behandelnden Arztes spielt einen entscheidenden Faktor für eine erfolgreiche Haartransplantation.

Nach internationalen Standards sollten die durchführenden Ärzte ausgebildete plastische Chirurgen oder Dermatologen sein, spezialisiert im Bereich der Haartransplantation und idealerweise Mitglieder der internationalen Haarrestorationsgesellschaft ISHRS (International Society of Hair Restoration Surgery).

Die Ausbildung muss umfassend sein und die modernen Techniken, die FUT oder Strip-Technik, die FUE-Technik, die Rekonstruktion der Behaarung nach nicht erfolgreichen Haartransplantationen und Narbenabdeckung nach früheren Transplantationstechniken, wie beispielsweise nach FUT beinhalten.

Zusätzlich sollte ein erfahrener Haarchirurg in der Lage sein, besonders schwierige Fälle wie die weibliche Alopezie, die Übertragung von Haaren aus anderen Körperbereichen (Gesicht, Vollbart, Brust, Rücken, etc.) durchzuführen. Zudem sollte zu seinen Leistungen die Haarimplantation besonderer Gesichtslokalisationen (Schnurrbart, Bart, Koteletten oder Augenbrauen und Wimpern) gehören.

 

Der ärztliche Leiter des Transplantationsteams stellt den Schlüsselfaktor für ein zufriedenstellendes Ergebnis dar, da er eine entscheidende Rolle während der Behandlung spielt. Er setzt die Lokalanästhesie für die Extraktion und die Implantation der Haarfollikel und bestimmt die Verteilung der Haarfollikel für eine natürlich aussehende Haarlinie.

Komplikationen nach HAARTRANSPLANTATION

Schwere unmittelbare oder spätere Komplikationen nach Haartransplantation mit der modernen Advanced FUE-Technik, wenn diese nach Protokoll durchgeführt wird, sind nicht zu erwarten.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen oder Komplikationen gehört die Schwellung der Stirn und der Augenlider zwischen dem zweiten und dritten postoperativen Tag. Sie dauert in der Regel 24 Stunden und lässt anschließend nach. Zur Vorbeugung des postoperativen Ödems kann Kortison verabreicht werden. Eine andere Komplikation ist die Nachblutung im Bereich der entnommenen Haarfollikel. Diese stellt eine häufige Komplikation vor allem bei der FUT-Strip-Methode dar und kommt nur sehr selten bei einer Transplantation mit der FUE-Methode vor.

Eine weitere relativ seltene Komplikation nach einer Haartransplantation (in unserer Klinik weniger als 0,2% der Patienten) ist eine lokale Entzündung im Bereich der neu implantierten Haarfollikel während der ersten oder zweiten postoperativen Woche. Diese stellt die sogenannte Follikulitis dar.

Alle möglichen Komplikationen können in der Regel durch die richtige Auswahl der Patienten und die Verabreichung einer entsprechende medikamentöse Therapie (z.B. bekanntes Immundefizit durch Diabetes mellitus) vermieden werden. Wenn die Sicherheit des Patienten bei einer Durchführung der Behandlung in Lokalanästhesie nicht gewährleistet werden kann – zum Beispiel bei einem Patienten mit akutem Myokardinfarkt – sollte die Operation verschoben werden. Alternativ sollte der Patient in solchen Fällen medikamentös eingestellt und stabilisiert werden. Bei Patienten mit  Diabetes mellitus sollten Breitbandantibiotika verabreicht werden.

Weiterhin sind noch Spätkomplikationen aufgrund technischer Fehler möglich, die zu einem Versagen des Haarwuchses führen können. Dazu gehören eine mangelhafte Erfahrung des durchführenden Arztes und des Transplantationsteams, die falsche Aufbewahrung der Haarfollikel nach Extraktion und die falsche Implantation der Haarfollikel.

 

h-a Haartransplantation

Eine weitere Komplikation, die hauptsächlich nach der Durchführung der FUT-Strip-Technik beobachtet wird, ist eine Narbenbildung im Bereich der Donor-Region.

Diese fällt vor allem auf, wenn der Patient kurz geschnittene Haare hat.

Zudem kann die Narbenbildung lokalisierte Schmerzen oder Taubheitsgefühl auslösen. Diese Nebenwirkungen können durch die moderne Advanced FUE-Methode vermieden werden, da die Technik keine Narben hinterlässt.

Zuletzt wird als Komplikation das nicht natürliche Aussehen nach falscher Implantation und Verteilung der Haarfollikel gezählt.

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