Finasterid – Therapie gegen Haarausfall mit Propecia

Neben Minoxidil stellt das Finasterid (Propecia, Proscar) eine zweite Substanz mit nachgewiesener Wirksamkeit gegen Haarausfall dar. Das Medikament ist bei der androgenetischen Alopezie bei Männern und Frauen nach der Menopause indiziert. Es blockiert die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT).

Die Ergebnisse der o.g. Behandlung sind bemerkenswert, da sie zu einer deutlichen Reduktion des Haarausfalls und bis zu einem gewissen Grad zu einem erneuten Haarwachstum führt.

Eine orale Therapie mit Finasterid kann sowohl vor als auch nach einer Haartransplantation eingesetzt werden. Nebenwirkungen kommen nur selten (<1%) vor. Es wurde die Reduktion der Libido und Gynäkomastie beobachtet. Da das Finasteride den PSA-Wert (Prostataspezifisches Antigen) im Blut reduzieren kann, wird angenommen, dass es ein mögliches Prostatakarzinom verbergen kann. Daher darf das Finasterid -laut therapeutischer Protokolle weltweit- bei Patienten zwischen dem 20.-40. Lebensjahr und seltener bis zum 50. Lebensjahr eingesetzt werden. Bei Patienten über 50 Jahre alt sollte das Medikament zur Prävention des Haarausfalls vermieden werden.

Die Wirkung von Finasterid dauert so lange das Medikament verabreicht wird. Die  ersten Ergebnisse sind 2-3 Monaten nach Therapieinitiierung sichtbar. Beim Absetzten des Medikamentes kommt es allmählich erneut zum Haarausfall vor.

Allgemeine Informationen über die Behandlung des Haarausfalls mit Finasterid

Das Finasterid (Propecia®, Proscar®) wird in den letzten 15 Jahren gegen Haarausfall eingesetzt. Es wird im Allgemeinen auch bei langjähriger Anwendung gut vertragen. Bei Frauen im gebärfähigen Alter und Kindern ist die Einnahme von Finasterid nicht indiziert.

Wirkmechanismus und Ergebnisse der Therapie mit Finasteride

Durch die Reduktion des DHT (Dihydrotestosteron) im Blut wird die Haarfollikeldegeneration, die für den Haarausfall verantwortlich ist, gehemmt.

Die Behandlung des Haarausfalls mit Finasterid hat sich in diversen wissenschaftlichen Studien bei der Mehrheit der Patienten als wirksam bewiesen.

Bei 90% der Männer, die mit Finasteride über 5 Jahre behandelt wurden, zeigte sich eine Stabilisierung bzw. Erhöhung des Haarwuchses. Es wurde auch beobachtet, dass die orale Einnahme von Finasterid in Kombination mit der topischen Behandlung mit Minoxidil zu deutlich besseren Ergebnissen führte.

Insbesondere im Bereich der Tonsur zeigt sich die Behandlung mit Finasteride noch effektiver.

Indikationen und Nebenwirkungen der Behandlung mit Finasterid

Das Finasteride ist bei jungen Patienten zwischen 20-40 Jahren alt mit fortschreitendem Haarausfall indiziert, ohne dass die Anwendung auch von älteren Patienten auszuschließen ist.

Von essentieller Bedeutung ist die Einnahme von Finasterid im Rahmen des prä- und postoperativen Protokolls bei einer Haartransplantation.

Das Medikament ist bei Frauen im gebärfähigen Alter und Kinder kontraindiziert.

Viele Patienten beklagen trotz langjähriger Einnahme von Finasterid keine Nebenwirkungen. Die Nebenwirkungen von Finasteride, vor allem die antiandrogene Wirkung, wurden öfters diskutiert. Der Prozentsatz der Männer, die eine Abnahme der Libido und erektile Dysfunktion nach Finasterid klagen, scheint sehr niedrig nur auf 1-2% zu liegen. Nach dem Absetzen der Behandlung mit Finasterid lassen die Nebenwirkungen nach.

Dosierung und Dauer der Behandlung mit Finasterid

Das Finasterid wird in Form von Tabletten zur oralen Anwendung eingesetzt.

Die empfohlene Dosis ist für die Behandlung des Haarausfalls wirksam und in Bezug auf das Nebenwirkungsrisiko völlig sicher. Es wird die tägliche Einnahme von einer Tablette 1mg Finasteride empfohlen.

Grundsätzlich ist die tägliche Verabreichung über drei Monate oder länger  erforderlich bis zum Nachwachsen neuer Haare oder Stoppen des Haarausfalls.

Die konsequente tägliche Einnahme von Finasterid wird vom Körper gut vertragen und ist für eine maximale Effizienz der Behandlung erforderlich.

Beim Absetzen der Behandlung mit Finasteride kehrt das Haar innerhalb von 12 Monaten in den Zustand vor dem Beginn der Einnahme zurück.

Um optimale Ergebnisse zu erzielen, kann die Behandlung mit Finasteride mit einer topischen Behandlung mit Minoxidil (Regaine®, Rogaine®, Botafex®) und LLLT oder Lasercomb (Low Level Laser Therapy) kombiniert werden. Zudem kann eine Kombinationstherapie mit PRP (Platelet Rich Plasma) durchgeführt werden.

Wenn innerhalb der ersten 3 Monate nach Therapieinitiierung keine Nebenwirkungen  vorhanden sind, kann das Finasteride problemlos über vielen Jahren fortgesetzt werden. Die Ergebnisse sind nach Einnahme von Finasteridevor allem bei jüngeren Patienten zwischen 20-30 Jahren alt sichtbar. Die Wirksamkeit nimmt nach dem 40. Lebensjahr ab, weil sich die Konzentration von Androgenen im Blut allmählich stabilisiert und anschließend reduziert.

Bei Patienten über 40 Jahre alt ist eine engmaschige Überwachung des Prostata-spezifischen Antigens (PSA) durch einen Bluttest erforderlich. Die auf der Therapie zurückzuführende niedrige PSA-Werte können ein Prostatakarzinom verbergen.

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